• Nackenschmerzen – Hilfe durch Triggerpunktbehandlung

    Triggerpunkte sind kleine schmerzhafte Verquellungen der Muskulatur. Diese können am ganzen Körper vorkommen.

    Typisch für einen aktiven Muskulären Triggerpunkt ist die Druckempfindlichkeit. Durch gezielten Druck können die typischen quälenden Beschwerden beim Patienten ausgelöst werden.

     

    Kopf- und Nackenschmerzen

    Am häufigsten findet man Triggerpunkte im Schulter-Nacken-Bereich – und dort meistens im rechten Musculus Trapezius (Pars descendens). Dieser Muskel entspringt vom Schädelknochen und den obersten Halswirbeln (Kopfgelenken) und setzt am äußeren Drittel des Schlüsselbeins an.

    Triggerpunkte in diesem Muskel verursachen typischerweise Schmerzen im Bereich des Nackens und der Schulter, die bis in den Oberarm ausstrahlen können. Zusätzlich treten oft noch heftige Kopfschmerzen und Schwindel auf.

    Multimodale Triggerpunkttherapie (MMTT)

    Dieser häufige Symptomenkomplex erfordert besondere Herangehensweisen. In unserer Praxis hat es sich bewährt, mehrere Therapieverfahren miteinander zu kombinieren. So haben wir in den letzten Jahren die „Multimodale Triggerpunkttherapie (MMTT)“ entwickelt.

    Dabei aus einer ganzheitlichen Betrachtung eine individuelle Therapie gewählt:

     

    Eine typische Behandlungssequenz am Beispiel des Musculus Trapezius:

    1. Manualtherapeutische Verfahren
    Dehnung und Massagetechniken, Lösen von Blockaden
    2. Osteopathische Verfahren
    Mitbehandlung des umgebenden Gewebes, z.B. Atlas-Dekompression oder Functional-Techniken
    3. Direkte (klassische) Triggerpunktbehandlung (z.B. Druckinhibition, um die Verquellung zu beseitigen, Lösen von Faszienverklebungen
    3. Dry Needling, d.h. exaktes Auffinden der Triggerpunktes mit einer Akupunkturnadel. Wird ein Triggerpunkt getroffen, erfolgen meistens kurze Kontraktionen des betroffenen Muskels (Local Twitch Responses). Der Patient empfindet dies als „plötzliches Muskelzucken“.
    4. Stoßwellentherapie
    Hierbei kann dem Muskel eine hohe Energiemenge gezielt über einen Applikator zugeführt werden.
    5. Infiltration (Spritzen) mit homöopathischen Präparaten oder Lokalanästhetika.

    Die Therapie kann in bestimmten Fällen noch erweitert werden:

    6. Aufbringen von Kinesiotapes
    7. Klassische Akupunkturbehandlung.
    Hierbei verbleiben die Nadeln mindestens 20 Minuten an definierten Punkten.

    Es müssen nicht jedes Mal alle genannten Verfahren zum Einsatz kommen. Entscheidend ist immer der individuelle (ganzheitliche) Untersuchungsbefund.

    Die Behandlung nimmt je nach Schwere des Befundes etwa 15-30 Minuten in Anspruch und kostet zwischen 60 und 80Euro. Meist reichen 2-3 Behandlungen aus.

    Häufig entwickelt sich nach der Therapie in der behandelten Region ein „Muskelkater“, der aber in der Regel schnell wieder abklingt.

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  • Veröffentlicht vonBarbara Klinge on 5. Mai 2015, 19:32

    Klingt sehr interessant, aber ist halt auch teuer, für eine Behandlung zwischen 60 und 80 Euro, da überlegt so manch ein Rentner. Aber ohne Zweifel ist es für die Gesundheut sicher sehr förderlich.

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    • Veröffentlicht vonJochen Schellmann on 6. Mai 2015, 13:55
      in reply to Barbara Klinge

      Die Behandlungskosten werden zum Teil von den Krankenkassen über den Osteopathie-Anteil übernommen.

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